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E
s war einmal jemand, der ging seines Weges wie ihn jeder ging.
Eines Tages kam ihm aber ein anderer zu nahe, so dass sie zusammenstießen. Er stolperte und fiel hin. Er tat sich dabei schrecklich weh und war deshalb sehr sehr wütend.
Er nahm sich vor, dass ihm dies nicht noch einmal widerfahren sollte. So führte er von nun an einen dicken eichernen Knüppel mit sich. Damit erschlug er jeden, der ihm etwas näher kam, weil er Angst hatte, dass man ihm etwas hätte antun können.



E
s gab auch einen, der brauchte keinen Knüppel um sich zu verteidigen. Er hatte nämlich so viel Angst vor fremden Dingen, dass er lieber vor ihnen fortlief als ihnen zu nahe zu kommen. So lebte er mit den Sachen, die er kannte, und gab sich mit seinem Dasein zufrieden.
Eines Tages fand er eine wunderschöne Blume. Diese blühte so wunderbar und hüllte ihn mit ihrem feinen Duft so sehr ein, dass er ihr nicht ausweichen konnte. Als er vor ihr stand gefiel sie ihm so sehr, dass er immer wieder zu ihr kam, um sich an ihr zu erfreuen. Er hatte das Gefühl, dass sie immer noch schöner wurde und immer noch feiner duftete. Sie schien gerade nur für ihn zu blühen, und er wollte nichts mehr lieber als neben der Blume zu sitzen, um bei ihr zu sein.
Es kamen auch andere Leute vorbei, und viele von ihnen tadelten ihn, weil nichts Besonderes an der Blume zu finden war. Einige wenige aber lobten ihn auch, und freuten sich mit ihm, weil er die Blume so liebte. So verbrachte er viele Tage bei ihr.

Eines Tages aber wollte die Blume nicht mehr blühen und verwelkte deshalb.
Da war der eine sehr traurig und merkte erst wie viel ihm die Blume bedeutet hatte. Aber sie blühte einfach nicht mehr für ihn, und er wusste nicht was er hätte tun können. Er wollte auch keine andere Blume suchen, da er ja viel zu ängstlich war, um andere Dinge kennen zu lernen.
So blieb er neben der vertrockneten Pflanze sitzen, und weinte um sie.

 
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