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I
n einem Wald lebte einmal ein junges Eichhörnchen bei seiner Familie. Es war noch sehr jung, und hatte noch viel zu lernen. Deshalb war es immer sehr aufmerksam, wenn es mit in den Wald genommen wurde.

An einem Tag wollte der Großvater in den Wald gehen, um Nüsse zu suchen, und das kleine Eichhörnchen durfte mit. Da es ja alleine noch nicht hinaus sollte, war es eigentlich auch sehr froh darüber.

Der Großvater ging mit ihm zu einer großen Buche, in deren Nähe viele Haselnusshecken wuchsen. Diese Buche kannte es schon, weil die Eltern schon oft mit ihm hier vorbei gegangen waren. Der Großvater befahl ihm bei dem Baum zu warten, bis er genug Nüsse gesammelt hätte, um mit einem vollen Sack wieder nach Hause zu kehren.
So blieb das Eichhörnchen bei dem Baum, und vertrieb sich die Zeit.

Irgendwann aber wußte es nicht mehr, mit was es sich die Zeit hätte vertreiben sollen. Und der Großvater war immer noch am Sammeln. Es wäre so gerne wieder zu Hause gewesen, aber der Großvater konnte nicht mit einem halbvollen Sack zurückkehren.
So beschloss es, sich alleine auf den Weg zu machen. Da es ja immer so aufmerksam war, kannte es auch den Weg schon. Es kam eben nur langsamer voran, weil es noch so klein war.

Da kam eine Hasenfamilie vorbei gehoppelt und die Hasenmama sah das Eichhörnchen. Weil es eben noch so jung war, glaubte sie, es sei verloren gegangen. Deshalb nahm die Hasenfamilie das Eichhörnchen mit sich. Das Eichhörnchen versuchte ihnen verständlich zu machen, dass es nur auf dem Nachhauseweg war. Aber das gelang ihm leider nicht, denn es war ja noch zu klein, und hatte erst wenige Worte gelernt, welche die Hasen nicht verstanden.
Die Hasen brachten das Eichhörnchen auf eine Lichtung, wo sich auch andere Tiere versammelten. Und alle beratschlagten wo der kleine Ausreißer denn hingehören könnte.
Das Eichhörnchen versuchte den Tieren wieder mitzuteilen, dass es nur nach Hause wolle. Den Weg fände es alleine, wenn sie es nur ließen. Aber keiner verstand es, und es bekam große Angst. Jedesmal wenn es versuchte loszulaufen, fingen es die anderen wieder ein. Sie wussten nicht, dass das kleine Eichhörnchen sich alleine zurecht gefunden hätte.

Nach langen bangen Minuten kam der Großvater des Eichhörnchens auf die Lichtung. Er hatte bemerkt, dass es nicht mehr an der Buche war, und hatte schon überall nach ihm gesucht. Das kleine Eichhörnchen war sehr froh, dass der Großvater gekommen war, denn mit ihm durfte es endlich nach Hause gehen.

Weil das Eichhörnchen bei den vielen anderen Tieren solche Angst bekommen hatte, wurde es sehr scheu. Es wollte in Zukunft den Kontakt mit anderen vermeiden. Auch wenn es einmal größer war und alleine im Wald umherlaufen dürfte, würde es immer an dieses schreckliche Erlebnis denken müssen.

 
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